Busputz-Flashmob „Weil wir Euch lieben“ bekräftigt Freundschaft des Volksentscheids Fahrrad mit Bus- und Bahn-Fahrgästen

By | 11. November 2016

Busputz-Flashmob „Weil wir Euch lieben“ bekräftigt Freundschaft des Volksentscheids Fahrrad mit Bus- und Bahn-Fahrgästen

Berlin, 11. November 2016. Am Samstag, 12. November, sorgt der Volksentscheid Fahrrad mit einem Busputz-Flashmob für Durchblick bei den BVG-Kundinnen und -Kunden. Unter dem Motto #WeilwirEuchlieben zeigen die Aktivisten den Fahrgästen, dass das RadGesetz dem ÖPNV viele Vorteile bringt: Der Busverkehr wird schneller, pünktlicher und zuverlässiger. Das RadGesetz kann kurzfristig einen großen Beitrag für einen guten öffentlichen Nahverkehr in Berlin leisten.

Das RadGesetz des Volksentscheids Fahrrad ist nicht nur gut für den Radverkehr, sondern hat auch viele positive und kurzfristige Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr. Dieser Zusammenhang ist bislang wenig thematisiert worden – auch BVG, VBB und S-Bahn Berlin halten sich in dieser Debatte bislang bedeckt.

Aus diesem Grund werden am Samstag, den 12.11. 2016, um 13 Uhr am Ku’damm Ecke Uhlandstraße Aktivisten des Volksentscheids Fahrrad in weißen Maleranzügen als Flashmob die Scheiben von BVG-Doppeldeckern putzen. Den aussteigenden Fahrgästen wird der rote Teppich ausgerollt. Die Aktivisten wollen zeigen, dass sie für Verbesserungen für den gesamten Umweltverbund kämpfen.

„Heute rollen wir den BVG-Kunden den roten Teppich aus und sorgen mit geputzten Scheiben für Durchblick”, so Lena Osswald, Aktivistin vom Volksentscheid Fahrrad. „Die Fahrgäste sollen sehen, dass sie von einem solchen Gesetz profitieren: Unser RadGesetz macht den Busverkehr und den ÖPNV schneller, pünktlicher und zuverlässiger.“

Das vom Volksentscheid Fahrrad vorgelegte RadGesetz, das die neue Koalition bis März 2017 übernehmen und in Kraft setzen möchte, sieht Verpflichtungen vor, die auch dem ÖPNV zugute kommen. Die Trennung von Bus- und Radspuren beschleunigt den Busverkehr und macht ihn pünktlicher. Grüne Wellen für Radfahrer sehen Busvorrang-Schaltungen vor und verkürzen so auch die Fahrzeiten der Busse. Gegen Falschparker soll nicht nur auf Radwegen, sondern auch auf Busspuren und Haltestellen vorgegangen werden. Insgesamt wird der ÖPNV schneller, pünktlicher und zuverlässiger.

Ergänzend wird dank der Kombination von Rad und ÖPNV mit 100.000 Radabstellplätzen der Umstieg vom Auto oft erst möglich. Ausreichend Fahrradabstellmöglichkeiten gewährleisten, dass Haltestellen sowie Eingänge zu Bahnhöfen frei von wild parkenden Fahrrädern sind. Durch Ausweitung der Fahrradstaffel und gezielte Kommunikationsarbeit sollen auch Radfahrer aufgeklärt werden, dass ein- und aussteigende Fahrgäste gesetzlich Vorrang haben.

„Ein starker Umweltverbund ist wichtig, weil die Verkehrswende in Hinblick auf Abgase und Klimaschutz kurzfristig für eine lebenswerte Stadt unabdingbar ist, sagt Martin Feldkamp vom Volksentscheid Fahrrad. „Gerade wer auf das Fahrrad oder den ÖPNV angewiesen ist, soll sicher und gesund, schnell und zuverlässig von A nach B kommen können.“

Zum Volksentscheid Fahrrad gab es bislang kaum offizielle Aussagen von der BVG, dem VBB oder der S-Bahn Berlin. „Wer sich das RadGesetz genau durchliest, stellt Pflichten fest, die den ÖPNV fördern, aber nirgends behindern. Wir erwarten vom neuen Senat eine Korrektur der bisherigen Kommunikation, dass das RadGesetz Partikularinteressen der Radfahrer zu Lasten des ÖPNV fördere“, verlangt Karl-Peter Naumann, Bundesehrenvorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn.

Weiterführende Links:

Hashtag #WeilWirEuchLieben

Fotos der Busputz-Aktion „Weil wir Euch lieben“ zur kostenlosen Nutzung hier online: https://www.picdrop.de/volksentscheidfahrrad/Presse

Flyer für die Fahrgäste unter https://volksentscheid-fahrrad.de/weilwireuchlieben/

Link zum RadGesetz RadG (Passagen in den Paragraphen §1.1, §3.1, §7.4, §7.5, §9.3, §11.1-4, §12.3(1), §19.1): https://volksentscheid-fahrrad.de/wp-content/uploads/2016/07/RadG_2016_07_12-Änderungen.pdf

Link zum §20 der StVO, der den Vorrang von Fahrgästen beim Ein- und Aussteigen regelt: https://dejure.org/gesetze/StVO/20.html

Der Link zur gestarteten Fundraising-Kampagne bis Weihnachten: https://volksentscheid-fahrrad.de bzw. https://volksentscheid-fahrrad.de/spenden

Informationen zum Volksentscheid Fahrrad: https://volksentscheid-fahrrad.de

Diese Pressemitteilung im Online-Bereich: https://volksentscheid-fahrrad.de/presse/pressemitteilungen/

Ansprechpartner für die Presse im Team Volksentscheid Fahrrad

Lena Osswald, 0151-155 33 608, lena.osswald@volksentscheid-fahrrad.de

Heinrich Strößenreuther, 0160-9744 2395, presse@clevere-staedte.de

Über die Initiative Volksentscheid Fahrrad: Hinter dem Volksentscheid stehen Engagierte, Mobilitätsexperten, Demokratie-Retter und Fahrrad-Enthusiasten. Viele Verbände, Unternehmen und Wissenschaftler unterstützten das Anliegen, das Radverkehrsgesetz (RadG) schnell in Kraft zu setzen. Ziel ist, dass wir Berlinerinnen und Berliner sicher und entspannt Radfahren können; dafür hat die Initiative das Berliner Radverkehrsgesetz (RadG) erarbeitet. Nur mit dem RadG kann der Senat dauerhaft verpflichtet werden, schnell und aktiv eine gute Radinfrastruktur zu schaffen. Der 10-Punkte-Plan des geplanten Gesetzes benennt konkrete Maßnahmen, jährliche Zielsetzungen und eine Umsetzungsverpflichtung innerhalb von acht Jahren. Der Volksentscheid Fahrrad ist Berlins schnellster Volksentscheid: Der Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens wurde innerhalb von nur dreieinhalb Wochen von 105.425 Berlinern unterschrieben – 7% der Wähler. Nach einer rechtlichen Prüfung wird das RadG damit zur Abstimmung im Abgeordnetenhaus eingebracht. Über 100 aktive Mitstreiter organisieren sich selbst durch Online-Projekttools und durch schnelle, handlungsorientierte Entscheidungsfindung. Der gemeinnützige Trägerverein Netzwerk Lebenswerte Stadt e.V. wurde gegründet und ermöglicht es der Initiative, Spenden entgegenzunehmen.