Heute 16. Radtote in 2016 / Volksentscheid Fahrrad ruft zur Mahnwache für Angehörige und politisch Verantwortliche auf

By | 8. Dezember 2016

Heute 16. Radtote in 2016 / Volksentscheid Fahrrad ruft zur Mahnwache für Angehörige und politisch Verantwortliche auf

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute Vormittag ist es erneut zu einem tödlichen Unfall gekommen. Damit haben wir die 16. Radverkehrstote in 2016, ein trauriger Rekord. Wieder war ein Lastwagen beteiligt, eine Radfahrerin wurde direkt am Unfallort getötet.

Der Volksentscheid Fahrrad ruft erneut zu einer Mahnwache auf – im stillen Gedenken an die getötete Frau, für ihre Angehörigen und für die politisch Verantwortlichen. Ein stiller Appell, das RadGesetz schnellstmöglich umzusetzen. Es soll für sichere Radwege und Kreuzungen sorgen, damit Menschenleben nicht länger so leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden.

Die Mahnwache findet heute Abend um 18:30 Uhr an der Unfallstelle in Berlin-Charlottenburg, Königin-Elisabeth-/Knobelsdorffstraße statt: https://www.facebook.com/VolksentscheidFahrrad/photos/a.764263977038982.1073741828.761471077318272/955266227938755/?type=3&theater

Der ADFC Berlin wird bei der Mahnwache ein weißes Geisterrad aufstellen. Der Volksentscheid Fahrrad wird 16 Grablichter aufstellen – für jede und jeden getöteten Radfahrenden eines.

 

“Es macht uns ohnmächtig und wütend, dass wieder eine Radfahrerin sterben musste”, so Kerstin Stark vom Volksentscheid Fahrrad. “Berlin braucht das RadGesetz dringend. Und wir brauchen mehr Vorsicht von LKW-Fahrern in der Stadt”.

Erst gestern wurde bekannt, dass 90 % aller Radwege in Berlin so unsicher sind, dass Eltern ihre Kinder dort nicht alleine radfahren lassen würden. Für die schnelle Einführung von sicheren Radwegen für alle Altersgruppen hat der Volksentscheid Fahrrad das RadGesetz vorgelegt – dort finden sich Vorgaben zu Infrastrukturmaßnahmen ebenso wie zur Sensibilisierungsarbeit.

Tatsächlich ließ sich der letzte Senat mehr als fünf Monate Zeit für die Prüfung des RadGesetzes, in Kauf nehmend, dass durchschnittlich alle vier Wochen ein weiterer Todesfall zu beklagen ist. Der Volksentscheid Fahrrad hat deshalb eine Untätigkeitsklage erhoben.

“Der alte Senat sabotierte den Volksentscheid. Wir würden es begrüßen, wenn die neue Verkehrssenatorin heute an dieser Mahnwache teilnehmen würde und damit eine neue Entschlossenheit unter Beweis stellt”, so Heinrich Strößenreuther vom Volksentscheid Fahrrad. “Wir stehen für Verhandlungen bereit, damit das RadGesetz bis März beschlossen werden kann und wir schnellstmöglich mehr Sicherheit auf unseren Straßen haben.”

 

Die Mahnwache ist als Versammlung angemeldet.

 

Weiterführende Links:

Link zu Artikeln: http://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/charlottenburg-radfahrerin-von-lastwagen-ueberfahren-und-getoetet-25244060

Pressefotos zur kostenlosen Verwendung von den letzten Mahnwachen: https://www.picdrop.de/volksentscheidfahrrad/Presse?img=0ee1f3341e6dfaf7f807d240413d076f ff, https://www.picdrop.de/volksentscheidfahrrad/Presse?img=51a85caa16f111543c00840b5da99cf6 ff, https://www.picdrop.de/volksentscheidfahrrad/Presse?img=038639565a26d62bcdf3cb5c16d1a001 und https://www.picdrop.de/volksentscheidfahrrad/Presse?img=ed28545042dab6dd7e26e952788f5d4d

Auswertung, dass 90% aller Radwege in Berlin nicht sicher sind: https://volksentscheid-fahrrad.de/2016/12/06/aktion-baerchen-gegen-brummis-fuer-kindersichere-radwege-in-berlin-2976/

Link zur Untätigkeitsklage gegen den Senat: https://volksentscheid-fahrrad.de/2016/12/01/untaetigkeitsklage-gegen-senat-2923/

Link zum RadGesetz RadG: https://volksentscheid-fahrrad.de/wp-content/uploads/2016/07/RadG_2016_07_12-Änderungen.pdf

Informationen zum Volksentscheid Fahrrad: https://volksentscheid-fahrrad.de

Diese Pressemitteilung im Online-Bereich: https://volksentscheid-fahrrad.de/presse/pressemitteilungen/

Ansprechpartner für die Presse im Team Volksentscheid Fahrrad

Heinrich Strößenreuther, 0160-9744 2395, presse@volksentscheid-fahrrad.de

 

Über die Initiative Volksentscheid Fahrrad: Hinter dem Volksentscheid stehen Engagierte, Mobilitätsexperten, Demokratie-Retter und Fahrrad-Enthusiasten. Viele Verbände, Unternehmen und Wissenschaftler unterstützten das Anliegen, das Radverkehrsgesetz (RadG) schnell in Kraft zu setzen. Ziel ist, dass wir Berlinerinnen und Berliner sicher und entspannt Radfahren können; dafür hat die Initiative das Berliner Radverkehrsgesetz (RadG) erarbeitet. Nur mit dem RadG kann der Senat dauerhaft verpflichtet werden, schnell und aktiv eine gute Radinfrastruktur zu schaffen. Der 10-Punkte-Plan des geplanten Gesetzes benennt konkrete Maßnahmen, jährliche Zielsetzungen und eine Umsetzungsverpflichtung innerhalb von acht Jahren. Der Volksentscheid Fahrrad ist Berlins schnellster Volksentscheid: Der Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens wurde innerhalb von nur dreieinhalb Wochen von 105.425 Berlinern unterschrieben – 7% der Wählerstimmen. Die neue Koalition hat zugesagt, alle Ziele und Forderungen zu übernehmen, ein Mobilitätsgesetz auf Basis des RadGesetzes bis Frühjahr 2017 in Kraft zu setzen und ab 2018 jährlich mehr als 50 Mio. Euro in die Radwege zu investieren. Über 100 aktive Mitstreiter organisieren sich selbst durch Online-Projekttools und durch schnelle, handlungsorientierte Entscheidungsfindung. Der gemeinnützige Trägerverein Netzwerk Lebenswerte Stadt e.V. wurde gegründet und ermöglicht es der Initiative, Spenden entgegenzunehmen.