Gute Nachrichten für Radfahrende: Dobrindt-Double kündigt bei Übergabe der #Radfreude Kampagne durch Changing Cities bundesweite Fahrrad-Offensive an.

By | 12. September 2017

Berlin, 12. September 2017. Der Verein Changing Cities übergab heute die Ergebnisse der Digital-Kampagne #Radfreude an das Bundesverkehrsministerium. In Vertretung für den verhinderten Minister übernahm der Radverkehrs-Referatsleiter Thomas Hartmann die Übergabe. Er wurde jedoch von einem radelnden Dobrindt-Double überrascht. Dieser übernahm spontan die Übergabe und verkündete eine bundesweite Fahrrad-Offensive. Das Video der Aktion wird heute Abend um 19 Uhr auf der Facebookseite des Vereins veröffentlicht.

“Radverkehr muss Chefsache werden.so der radelnde Dobrindt. Er plane im nächsten Jahr für die Förderung des Radfahrens “genauso viel auszugeben, wie für den Bau von Autobahnen”. Auch werde endlich die veraltete Straßenverkehrsordnung (StVO) überarbeitet, um dem Fahrrad darin Vorrang zu geben. Die Forderungen legten die Rad-Aktivisten dem Double gekonnt in den Mund, weil das Fahrrad in Zeiten von Dieselskandal und Klimawandel der wichtigste Antrieb in der Verkehrswende sei.

“Statt wirkungsloser Softwareupdates und finanzieller Beruhigungsmittel von Merkel, brauchen die Städte endlich sichere Radwege.” fordert Marion Tiemann von Changing Cities e.V. Nur so könnten Diesel-Fahrverbote noch verhindert werden. Die über 700 eingesandten Fotos für bessere Radwege bildeten auf einem großen Transparent den Schriftzug “#Radfreude”. Als Zeichen des Sinneswandels hing der Wunsch-Dobrindt der Aktivisten dieses über die offizielle Plakatwand vor dem Ministerium.

Über Twitter und Instagram wurden in den letzten sieben Wochen Radwege-Missstände aus Städten wie Frankfurt, Düsseldorf, Kassel, Hamburg oder Halle eingesandt. Den Rekord an Einsendungen schaffte Berlin, wo demnächst Deutschlands erstes Radgesetz verabschiedet wird.

Die Bilder wurden automatisch auf einer Deutschlandkarte dargestellt und zeigen so erstmals ein Übersichtsbild (siehe Link) des Handlungsbedarfs für sicheren Radverkehr in Deutschland. Besonders häufig waren Meldungen zu kaputten Radwegen oder unsicheren Schutzstreifen.

 

Links und weitere Quellen:

Pressebilder der Aktion zur freien Verwendung https://www.picdrop.de/volksentscheidfahrrad/Presse

 

Facebook-Seite mit dem Video der Aktion:  ab 19 Uhr! https://www.facebook.com/VolksentscheidFahrrad/

 

#Radfreude Kampagnen-Seite mit interaktiver Karte: http://lush-kampagne.de/radfreude/#map-start und https://changing-cities.org/kampagnen/kampagne/radfreude.html

Search-Link auf Twitter (Suchergebnis zu allen Tweets mit dem Hashtag #Radfreude): https://twitter.com/hashtag/radfreude?lang=de

Search-Link auf Instagram (Suchergebnis zu allen Posts mit dem Hashtag #Radfreude): https://www.instagram.com/explore/tags/radfreude/

Presseseite und Archiv von Changing Cities: https://changing-cities.org/%C3%BCber-uns/presse.html

 

Ansprechpartner für die Presse im Team Changing Cities e.V. / Volksentscheid Fahrrad

Marion Tiemann, 0157 – 5032 0294, marion.tiemann@changing-cities.org

Denis Petri, 0176 – 5772 2532, denis.petri@changing-cities.org

Pressesprecher Lush Deutschland

Tobias Kruse, 0151-1882 6037, tobias@lush.de

 

Eine gemeinsame Aktion von:

                  

Über Changing Cities e.V.

Changing Cities e.V. ist eine Kampagnenorganisation, die die Verkehrswende von unten weiter vorantreibt. Er zeigt die Flächenkonflikte auf der Straße auf und trägt sie aus. Laut und kreativ, unberechenbar und pragmatisch, politisch unabhängig und mit positiver Energie will der Verein den Finger weiter in die Wunde legen. Ziel ist es, der Zivilgesellschaft eine klare Stimme zu geben, Akteure zu vernetzen und ihnen stärkeren politischen Einfluss zu ermöglichen. Changing Cities e.V. ist gemeinnützig, lebt von Spenden und Fördermitgliedern und ist die Plattform für alle, die an eine bessere Stadt glauben und dafür kämpfen.

Der Verein ist aus dem Netzwerk Lebenswerte Stadt e.V. hervorgegangen, der erfolgreich den Volksentscheid Fahrrad organisiert hat.

https://changing-cities.org/%C3%BCber-uns.html

 

Über Lush

Der Kosmetik-Konzern Lush kooperierte bei der Kampagne mit dem Verein Changing Cities, der in Berlin mit dem Volksentscheid Fahrrad Deutschlands erstes Radverkehrsgesetz auf den Weg gebracht hat. Lush kooperiert regelmäßig mit Graswurzelgruppen und Aktivisten, die sich für Menschenrechte, Tierrecht und Umweltschutz einsetzen. Dabei werden die 931 Lush Filialen in 51 Ländern als Plattform genutzt, um denen eine Stimme zu geben, die sonst ungehört bleiben. Vor fünf Jahren wurde der „Sustainable Lush Fund“ gegründet, der Zulieferer unterstützt und mit dem Permakultur-Prinzip arbeitet. Zusammen mit „Ethical Consumer“ rief Lush 2012 den „Lush Prize“ ins Leben, der weltweit höchstdotierte Preis gegen Tierversuche. Jährlich werden dadurch Fortschritte im Bereich der tierversuchsfreien Forschung mit bis zu 345.000 Euro gefördert.

 

 

Über die Initiative Volksentscheid Fahrrad:

Hinter dem Volksentscheid stehen Engagierte, Mobilitätsexperten, Demokratie-Retter und Fahrrad-Enthusiasten. Viele Verbände, Unternehmen und Wissenschaftler unterstützten das Anliegen, das Radverkehrsgesetz (RadG) schnell in Kraft zu setzen. Ziel ist, dass wir Berlinerinnen und Berliner sicher und entspannt Radfahren können; dafür hat die Initiative das Berliner Radverkehrsgesetz (RadG) erarbeitet. Der 10-Punkte-Plan des geplanten Gesetzes benennt konkrete Maßnahmen, jährliche Zielsetzungen und eine Umsetzungsverpflichtung innerhalb von acht Jahren. Der Volksentscheid Fahrrad ist Berlins schnellster Volksentscheid: Der Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens wurde innerhalb von nur dreieinhalb Wochen von 105.425 Berlinern unterschrieben. Die neue Koalition hat zugesagt, alle Ziele und Forderungen zu übernehmen, ein Mobilitätsgesetz auf Basis des RadGesetzes bis Frühjahr 2017 in Kraft zu setzen und ab 2018 jährlich mehr als 50 Mio. Euro in die Radwege zu investieren. Über 100 aktive Mitstreiter organisieren sich durch Online-Projekttools und durch schnelle, handlungsorientierte Entscheidungsfindung.

www.volksentscheid-fahrrad.de