Author Archives: Clemens Rudolf

Deutschlandweite #radfreude-Kampagne des britischen Kosmetikkonzerns Lush und Changing Cities e.V. als Weckruf an Bundesverkehrsminister Dobrindt gestartet.

Berlin, 24. Juli 2017. Der britische Kosmetikkkonzern Lush und Changing Cities e.V., der Verein hinter dem Volksentscheid Fahrrad, starten heute die #Radfreude-Kampagne: Deutschlandweit werden RadfahrerInnen aufgerufen, Radwege-Mißstände per #Radfreude-Hashtag auf Twitter oder Instagram zu posten und damit ihre Vorfreude auf bessere Radwege zu zeigen. Lush gestaltet mit seinen Mitarbeiterinnen die 41 Filialen und ihre Homepage zur Protest- und Aufklärungsplattform um. In einer Weckruf-Aktion wird zum Ende der Kampagne eine #Radfreude-Deutschlandkarte an Verkehrsminister Alexander Dobrindt übergeben.

Gefährliche Kreuzungen, kaputte oder zugeparkte Radwege, fehlende Übergänge oder Abstellmöglichkeiten sollen fotografiert und mit dem Hashtag #Radfreude gepostet werden. Die Fotos werden automatisch auf eine Deutschlandkarte hochgeladen und sind dort recherchierbar. Bis zum 31. August sollen mindestens 500 Fotos aus ganz Deutschland gesammelt werden. Zum Aktionsende werden sie Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, öffentlich übergeben.

„Mit der Aktion zeigen wir Politikern unsere Vorfreude auf sichere und gute Radwege. Mit der #Radfreude-Kampagne wollen wir einen deutlichen Weckruf an Herrn Dobrindt senden, Radverkehr endlich auf die Tagesordnung zu setzen“, erklärt Heiko Rintelen, Koordinator der gemeinsamen Aktion von Lush und dem Verein Changing Cities e.V.

„Einen vor Falschparkern geschützten Radweg, eine LKW-sichere Kreuzung oder eine entspannte Fahrradstraße: Wir werden uns doch noch mal was wünschen dürfen in Zeiten von Dieselskandal, Klimakatastrophe und autoverliebten Verkehrspolitikern“, unterstreicht Marion Tiemann, Team-Koordinatorin Events beim Changing Cities e.V. die Aussage der Kampagne.

Der britische, weltweit tätige Kosmetik-Konzern Lush kooperiert bei der Kampagne mit dem Verein Changing Cities, der in Berlin über den Volksentscheid Fahrrad Deutschlands erstes Radverkehrsgesetz auf den Weg gebracht hat. Im Rahmen der bundesweite Kampagne “Stadt im Wandel” unterstützt Lush den Verein, um das ehrenamtliche Engagement zu fördern und für lebenswertere Städte zu sorgen.

Links und weitere Quellen:

Kampagnen-Seite mit interaktiver Karte: http://lush-kampagne.de/radfreude/#map-start
Ausführlicher Begleittext zur Kampagne: https://de.lush.com/artikel-radfreude
Facebook-post zum Kampagnenstart: https://www.facebook.com/VolksentscheidFahrrad/posts/1104590166339693
Search-Link auf Twitter (Suchergebnis zu allen Tweets mit dem Hashtag #Radfreude): https://twitter.com/search?q=%23radfreude&src=typd
Search-Link auf Instagram (Suchergebnis zu allen Posts mit dem Hashtag #Radfreude): https://www.instagram.com/explore/tags/radfreude/
Diese Pressemitteilung auf der Presseseite zu Changing Cities: https://changing-cities.org/%C3%BCber-uns/presse.html
Frei zu verwendendes Bildmaterial zur Kampagne: https://www.picdrop.de/volksentscheidfahrrad/Presse

Ansprechpartner für die Presse im Team Changing Cities e.V. / Volksentscheid Fahrrad
Heiko Rintelen, 0179-15 16 949, presse@volksentscheid-fahrrad.de

Pressesprecher Lush Deutschland
Tobias Kruse, 0151-1882 6037, tobias@lush.de

eine gemeinsame Aktion von:

Lush, Changing Cities, Volksentscheid Fahrrad

Über Changing Cities e.V.
Changing Cities e.V. ist eine Kampagnenorganisation, die die Verkehrswende von unten weiter vorantreibt. Er zeigt die Flächenkonflikte auf der Straße auf und trägt sie aus. Laut und kreativ, unberechenbar und pragmatisch, politisch unabhängig und mit positiver Energie will der Verein den Finger weiter in die Wunde legen. Ziel ist es, der Zivilgesellschaft eine klare Stimme zu geben, Akteure zu vernetzen und ihnen stärkeren politischen Einfluss zu ermöglichen. Changing Cities e.V. ist gemeinnützig, lebt von Spenden und Fördermitgliedern und ist die Plattform für alle, die an eine bessere Stadt glauben und dafür kämpfen.
Der Verein ist aus dem Netzwerk Lebenswerte Stadt e.V. hervorgegangen, der erfolgreich den Volksentscheid Fahrrad organisiert hat.
https://changing-cities.org/%C3%BCber-uns.html

Über Lush
Lush kooperiert regelmäßig mit Graswurzelgruppen und Aktivisten, die sich für Menschenrechte, Tierrecht und Umweltschutz einsetzen. Dabei werden die 931 Lush Filialen in 51 Ländern als Plattform genutzt, um denen eine Stimme zu geben, die sonst ungehört bleiben. Vor fünf Jahren wurde der „Sustainable Lush Fund“ gegründet, der Zulieferer unterstützt und mit dem Permakultur-Prinzip arbeitet. Zusammen mit „Ethical Consumer“ rief Lush 2012 den „Lush Prize“ ins Leben, der weltweit höchstdotierte Preis gegen Tierversuche. Jährlich werden dadurch Fortschritte im Bereich der tierversuchsfreien Forschung mit bis zu 345.000 Euro gefördert.
(Die Lush-MitarbeiterInnen in Deutschland sind freiwillig an der Aktion beteiligt, die Teilnahme ist kostenlos).

Über die Initiative Volksentscheid Fahrrad:
Hinter dem Volksentscheid stehen Engagierte, Mobilitätsexperten, Demokratie-Retter und Fahrrad-Enthusiasten. Viele Verbände, Unternehmen und Wissenschaftler unterstützten das Anliegen, das Radverkehrsgesetz (RadG) schnell in Kraft zu setzen. Ziel ist, dass wir Berlinerinnen und Berliner sicher und entspannt Radfahren können; dafür hat die Initiative das Berliner Radverkehrsgesetz (RadG) erarbeitet. Der 10-Punkte-Plan des geplanten Gesetzes benennt konkrete Maßnahmen, jährliche Zielsetzungen und eine Umsetzungsverpflichtung innerhalb von acht Jahren. Der Volksentscheid Fahrrad ist Berlins schnellster Volksentscheid: Der Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens wurde innerhalb von nur dreieinhalb Wochen von 105.425 Berlinern unterschrieben. Die neue Koalition hat zugesagt, alle Ziele und Forderungen zu übernehmen, ein Mobilitätsgesetz auf Basis des RadGesetzes bis Frühjahr 2017 in Kraft zu setzen und ab 2018 jährlich mehr als 50 Mio. Euro in die Radwege zu investieren. Über 100 aktive Mitstreiter organisieren sich durch Online-Projekttools und durch schnelle, handlungsorientierte Entscheidungsfindung.
www.volksentscheid-fahrrad.de

Bankrotterklärung von Verkehrssenatorin zu drittem verpatzten Termin für das RadGesetz

Berlin, 10. Juni 2017. Die Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klima, Frau Günther (parteilos) hat heute gegenüber der Berliner Zeitung erklärt, dass sie bis zum 30. Juni 2017 keinen juristisch geprüften und ausverhandelten Referenten-Entwurf zu den gemeinsamen Verhandlungen zum Radgesetz vorlegen wird. Einen Tag vor dem 200-jährigen Fahrrad-Geburtstag ist das eine Bankrott-Erklärung ihres Hauses zur Klima- und Verkehrspolitik, aber auch zu dem angekündigten, neuen guten Miteinander und Regierungsstil mit den Bürgern Berlins.


In der gemeinsamen Verhandlungsrunde war geplant, bis Ende März ein fertiges Gesetz vorzulegen – dieser Termin platzte. Bis Anfang Mai sollte nach den verhandelten Eckpunkten ein fertiges und juristisch ausgefertigtes Radgesetz vorgelegt werden – auch dieser Termin platzte. Bis Ende Juni sollte der Referenten-Entwurf vorliegen, um im Mitzeichnungsverfahren und über den parlamentarischen Ablauf im Oktober das Gesetz im Abgeordnetenhaus beschlossen werden – diesen Termin bezeichnet Frau Günther mittlerweile als ausgeschlossen.

“Senatsversagen in Grün – das ist das Ergebnis nach drei verpatzen gemeinsam abgestimmten Terminen”, erklärt Heinrich Strößenreuther, Mit-Initiator des Volksentscheid Fahrrads. “Einen Tag vor der weltgrößten Fahrrad-Demonstration und zwei Tage vor dem 200-jährigen Geburtstag des Fahrrads ist das ein Armutszeugnis für die Partei, die seit Jahrzehnten für die Verkehrswende stehen möchte.”

Die Initiative Volksentscheid Fahrrad hat mit ihrem zweiten Hilferuf Feedback von mehreren Anwälten erhalten, die probono und kostenlos den zweiten Gesetzesentwurf prüfen. Das erste Fazit besagt, dass der Entwurf bei weitem nicht juristisch machbar ist. Vermutlich sind die Senatsjuristen mittlerweile zu ähnlichen Einschätzungen gekommen.

Seitens des Senats gibt es in die Verhandlungsrunde seit dem 17. Mai keine neue Aussage zum Stand der Dinge und keinen verbindlichen Zeitplan. Vor acht Tagen hat der Volkssentscheid um ein vertrauliches Gespräch mit Frau Günther gebeten.
“Die mehrfache Bitte um ein Gespräch zum weiteren Terminplan und Vorgehen hat Frau Günther konsequent abgelehnt. Heute erfahren wir aus der Presse, dass sie ausschließt, das Radgesetz noch in diesem Jahr zu verabschieden. Sie bricht damit das zentrale Wahlversprechen der Grünen”, schimpft Peter Feldkamp, Mit-Initiator Volksentscheid Fahrrad. “Diese Machtarroganz schockiert uns. Dass sie den Mehrheitswillen der Berliner so mit Füßen tritt, zeigt, dass sie einem bürgernahen und hauptstadttauglichen Regierungsstil nicht gewachsen ist und ein Miteinander mit den Bürgern und Volksinitiativen mit Füßen tritt.”

“Wir stehen weiter für die Verkehrswende in Berlin”, sagt Lena Osswald vom Volksentscheid Fahrrad. “Wenn Rot-Rot-Grün noch dazu steht, erwarten wir kurzfristigen einen klaren und verbindlichen Zeitplan sowie die entsprechenden Ressourcen.”

 

Weiterführende Links:

Absage von Frau Günther zur Vorlage eines Referentenentwurfs bis Ende Juni 2017: http://www.berliner-zeitung.de/berlin/sternfahrt–protest-auf-zwei-raedern-27767826

Mit-Aufruf des Volksentscheid Fahrrads zur weltweit größten Fahrrad-Demonstration des ADFC Berlin: https://volksentscheid-fahrrad.de/de/2017/06/09/100-000-menschen-bei-weltweit-groesster-fahrrad-demonstration-3740/

Entwurf Radgesetz gem. Verhandlungsgruppe: https://volksentscheid-fahrrad.de/de/gesetz/

Hinweise zu bisherigen Eskalationen: https://volksentscheid-fahrrad.de/de/2017/03/17/volksentscheid-fahrrad-bittet-anwaltskanzleien-um-hilfe-nach-dem-ablauf-des-100-tage-programms-von-rot-rot-gruen-3529/

Vorstellung der Eckpunkte Anfang April: https://volksentscheid-fahrrad.de/de/2017/04/06/dialog-radgesetz-hat-wichtige-etappe-abgeschlossen-3606/

Diese Pressemitteilung im Online-Bereich: https://volksentscheid-fahrrad.de/presse/pressemitteilungen/

Informationen zum Volksentscheid Fahrrad: https://volksentscheid-fahrrad.de

 

Ansprechpartner für die Presse im Team Volksentscheid Fahrrad

Heinrich Strößenreuther, 0160-9744 2395, presse@volksentscheid-fahrrad.de

Über die Initiative Volksentscheid Fahrrad: Hinter dem Volksentscheid stehen Engagierte, Mobilitätsexperten, Demokratie-Retter und Fahrrad-Enthusiasten. Viele Verbände, Unternehmen und Wissenschaftler unterstützten das Anliegen, das Radverkehrsgesetz (RadG) schnell in Kraft zu setzen. Ziel ist, dass wir Berlinerinnen und Berliner sicher und entspannt Radfahren können; dafür hat die Initiative das Berliner Radverkehrsgesetz (RadG) erarbeitet. Nur mit dem RadG kann der Senat dauerhaft verpflichtet werden, schnell und aktiv eine gute Radinfrastruktur zu schaffen. Der 10-Punkte-Plan des geplanten Gesetzes benennt konkrete Maßnahmen, jährliche Zielsetzungen und eine Umsetzungsverpflichtung innerhalb von acht Jahren. Der Volksentscheid Fahrrad ist Berlins schnellster Volksentscheid: Der Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens wurde innerhalb von nur dreieinhalb Wochen von 105.425 Berlinern unterschrieben – 7% der Wählerstimmen. Die neue Koalition hat zugesagt, alle Ziele und Forderungen zu übernehmen, ein Mobilitätsgesetz auf Basis des RadGesetzes bis Frühjahr 2017 in Kraft zu setzen und ab 2018 jährlich mehr als 50 Mio. Euro in die Radwege zu investieren. Über 100 aktive Mitstreiter organisieren sich selbst durch Online-Projekttools und durch schnelle, handlungsorientierte Entscheidungsfindung. Der gemeinnützige Trägerverein Netzwerk Lebenswerte Stadt e.V. wurde gegründet und ermöglicht es der Initiative, Spenden entgegenzunehmen.

Berliner Radlerinnen unterstützen den Volksentscheid Fahrrad, denn …

Clemens Rudolf im Gespräch mit der 29-jährigen Berlinerin Juliane Schumacher über ihr Buch “How to survive als: Radfahrer”.

Nachdem du schon einige Jahre als Bloggerin übers Fahrradfahren schreibst, freue ich mich, demnächst ein Buch von dir in der Hand halten zu können. Worüber schreibst du und an wen richtet sich das Buch?

Das Buch handelt vom Radfahren in der Stadt in all seinen Facetten. Ich erzähle u.a. Geschichten aus meinem Alltag als Radfahrerin und verknüpfe diese mit praktischen Tipps, wie man mit bestimmten Situationen umgehen kann. Dabei soll das Buch auch eine kleine Hilfestellung sein für Menschen, die sich aus irgendeinem Grund gehemmt fühlen aufs Rad zu steigen. Es ist aber genauso für die, die es lieben, sich auf zwei Rädern fortzubewegen und einfach gern ein paar Anekdoten aus dem Leben einer Großstadtradlerin lesen wollen.
Ich freue mich, wenn die Leser sich unterhalten fühlen, etwas lernen oder auch sich selbst in einer Erfahrung wiederfinden.
Dabei versuche ich, dogmenfrei zu schreiben. Ich zeige verschiedene Aspekte des Radfahrens auf und überlasse es dem Leser, sein Urteil darüber selbst zu fällen.

Der Titel „How to survive…. – wie man auf dem Fahrrad in der Stadt überlebt“ ist ja der Buchserie geschuldet und ironisch gemeint. Nichtsdestotrotz hat er für mich im Kontext auf Berlin auch einen Beigeschmack, letztes Jahr starben hier 17 Radfahrer. Gab es diese Sensibilität auch auf Seiten des Verlags, beziehungsweise auch Überlegungen, hier einen anderen Titel zu wählen?

Das verstehe ich. Ganz sicher gab es hier nie die Absicht, jemanden zu verletzen oder die Ernsthaftigkeit der Unfälle infrage zu stellen. Es ist schlimm, dass die Zahl so hoch ist und jeder einzelne ist zu viel. Der Titel ist aber Teil einer Reihe, insofern gab es diesbezüglich keine Überlegungen, eine andere Überschrift zu wählen. Viele Bücher in dieser Reihe und die darin beschriebenen Situationen sind nicht immer zu 100% ernst gemeint, sondern auch mit einem Augenzwinkern geschrieben worden, so auch mein Buch. Ich möchte aber betonen, dass der Inhalt meines Buches größtenteils schon ernst gemeint ist. Das Buch soll aber natürlich auch unterhalten.

Wir haben in Berlin ganz offensichtlich ein Verkehrsinfrastrukturproblem. Wie schnell man selbst Opfer eines solchen Unfalls werden könnte, dass beschreibe ich auch im Buch in einer Situation vom Sommer 2015 mit einem Betonmischfahrzeug, bei dem es mir jetzt noch kalt den Rücken runter läuft, wenn ich nur daran denke.

In Deutschland gilt Radfahren als beliebteste Freizeitsportart mit dutzenden unterschiedlichen Szenen, Disziplinen und Altersgruppen, also in der Tat einer wahren “Fahrradkultur” in den verschiedensten Ausprägungen. Wo siehst du dich da?

Fahrradfahren ist für mich keine reine Freizeitbeschäftigung. Es ist für mich das Fortbewegungsmittel erster Wahl in der Stadt und das Fahrrad auch ein Alltagsgegenstand. Das war nicht immer so, sondern hat sich so entwickelt. Ich würde mich somit selbst als Alltagsradlerin bezeichnen und das Radfahren ist eine Routine, die ganz einfach dazugehört. Gerne mache ich aber auch im Urlaub längere Fahrradtouren über mehrere Tage oder gar Wochen. Das fällt dann wohl in die Kategorie des Freizeitradelns.

Die Aktivistenszene ist in den letzten fünf Jahre konstant gewachsen. Beim Volksentscheid Fahrrad merken wir, dass viele Menschen etwas verändern wollen und mit der aktuellen Situation/Verkehrsinfrastruktur für Radfahrende nicht zufrieden sind. Insofern bieten wir hier auch einen organisatorischen Rahmen, in dem man sich in einer unserer gerade entstehenden Kiezgruppen in seinem Viertel ganz konkret für Veränderungen einsetzen kann, zum Beispiel indem man mit verantwortlichen Politikerinnen in Kontakt tritt.
Ist das auch eine Beobachtung, die du zunehmend bezüglich der Menschen in deiner Umgebung machst?

Das hängt natürlich davon ab in welchem Kreis ich mich bewege. Bei Twitter bin ich beispielsweise auch in dieser, ich nenne es jetzt mal „Bubble der Fahrradszene und des Radaktivismus”.

Was ich aber grundsätzlich beim Volksentscheid Fahrrad sehr spannend finde, ist, dass er so viele verschiedene Menschen mobilisieren konnte, gerade im Frühjahr vergangenen Jahres, als so viele Unterschriften gesammelt wurden. Egal, mit wem ich gesprochen habe, viele hatten diese Initiative, und die damit verbundenen Möglichkeit, etwas zu verändern, regelrecht herbeigesehnt. Es war, als ob ein Knoten platzte. Beispielsweise wollte ich in meiner Firma Unterschriften sammeln, aber ich kam dabei wohl ganz offensichtlich zu spät, denn eine Unterschriftenliste hatte schon jemand anderes ausgelegt.

Im Volksentscheid haben wir erkannt, dass auch wir teils sehr stark männlich geprägt sind. Es gibt bei uns Aktive, die sich dem Thema „Mobilität ist weiblich“ angenommen haben. Grundsätzliche Idee ist, dass eine weibliche Verkehrspolitik zu anderen Ergebnissen und einem anderen Stadtbild führen, als wir es derzeit beobachten können. So sollen Frauen und ihr Anliegen zum Thema Mobilität sichtbarer werden. Wie denkst du darüber?

Das passt auch ganz gut zu meinem Buch und der Tatsache, dass die Agentur hinter der Buchserie mich ausgewählt hat und nicht einen Fahrradblogger mit z.B. technikaffinen Hintergrund. Die Agentur ist natürlich auch durch den Blog auf mich aufmerksam geworden, in dem es, wie auch im Buch, um Alltagsgeschichten rund ums Fahrrad geht. Das ist eine andere Sichtweise, als die oftmals rationale Sicht eines technischen Neuheiten-Bloggers. Eine Sicht auf das Thema, die man sich also auch ganz bewusst so ausgesucht hat, für die sozusagen auch die Zeit reif ist.

Traurig ist, dass ich auch schon sexistische und beleidigende Kommentare zu einem Interview, indem es ums Radfahren und das Buch ging, bekommen habe. Dort wurde ich dann zum Beispiel als “Luxusweibchen“ bezeichnet, was schlichtweg fernab der Realität, oberflächlich, beleidigend und tatsächlich auch einfach sexistisch ist.
Ich frage mich da dann, ob es diese Reaktion so auch auf einen männlichen Autor gegeben hätte.

Was sind für dich die größten Hindernisse und schwierigsten Situationen, denen du als Radfahrerin in Berlin tagtäglich ausgesetzt bist?

Die Infrastruktur für Radfahrende und das Verhalten von Verkehrsteilnehmern sind praktisch jeden Tag ein Thema. Falschparker auf Radstreifen sind ein großes Problem, da ich mich in den fließenden Verkehr einfädeln muss, um sie umfahren zu können. Und der ist natürlich schneller unterwegs. Das fühlt sich dann überhaupt nicht gut an und ist einfach gefährlich. Grundsätzlich hab ich auch immer ein leichtes Unwohlsein, wenn ich auf stark befahrenen Straßen fahren muss. Auch zu schmale, schwer erkennbare Radwege sowie Radwege in schlechtem Zustand sind tagtägliche Probleme, denen man als Radfahrerin in Berlin ausgesetzt ist.

Und demgegenüber, was bereitet dir am meisten Freude als Radfahrerin in dieser Stadt?

Da gibt es vieles, aber besonders mag ich es abseits meiner üblichen Routen zu fahren, beispielsweise wenn ich auf dem Heimweg bin und Zeit habe. Dann wähle ich manchmal nicht einfach nur eine direkte, bekannte Strecke, sondern fahre neue Routen. So entdecke ich immer wieder neue Ecken, lasse mich überraschen und optimiere so auch mein persönliches Radroutennetz.

In Sachen Aufrüstung und Fahrradanschaffung “geht der Trend ja bekanntlich zum Drittrad”: Nach deinem Alltagsrad bist du seit neuestem auch auf einem Faltrad unterwegs. Wann folgt denn ein Lastenrad?

Wenn ich einen sicheren Platz zum Abstellen hätte, wäre das eine Option. Derzeit trage ich tatsächlich auch meine beiden Räder in den 4. Stock, da es im Hinterhof und auf der Straße keine sicheren Abstellanlagen gibt. Mit einem Lastenrad geht das natürlich nicht. Aber, wenn ich darüber nachdenke, benötige ich in meiner Lebenssituation eigentlich auch kein eigenes Lastenrad. Ein Lastenrad-Verleihsystem, bei dem ich mir die ein bis zweimal im Monat, wenn ich tatsächlich ein Lastenrad benötige, leihen könnte, das wäre doch super!

Letzte Woche gab es in der Berliner Zeitung ein Interview mit dir, in dem es ausschließlich ums sogenannte “Kampfradeln” ging. Der Begriff lenkt ja vom eigentlichen Thema ab und ich fühlte mich beim Lesen an eine Debatte von vor fünf Jahren erinnert, die im übrigen in der nicht unironischen Initiative “Ein Herz für Kampfradler” gipfelte. Wie kam es dazu?

Ich hatte ein sehr angenehmes Interview mit dem Redakteur, in dem wir uns auch über andere Themen unterhalten haben, als regelwidriges Verhalten von Radfahrern. Es gibt im Buch tatsächlich aber auch ein Kapitel zum sogenannten Kampfradeln, da ich eben versuchen wollte, möglichst viele Perspektiven aufzunehmen und darzustellen. Ich finde es sehr wichtig, auch als Radfahrer einen Perspektivenwechsel machen.
Grundsätzlich gilt natürlich: Deppen gibt es überall, sei es hinter dem Steuer, auf dem Rad oder auch als Fußgänger. Es gibt nun mal verschiedene Typen und Charaktere.
Im Interview merkte ich durchaus, wie ich thematisch in diese Richtung gedrängt wurde und habe dann auch versucht, dem Redakteur andere Perspektiven aufzuzeigen. Was, wie ich denke, im Interview auch ersichtlich wird. Allerdings ist es auch recht kurz und bietet nicht viel Platz für mehr Inhalt.
Der Redakteur erzählte mir von einer schlechten Erfahrung, die er gemacht hat, in der auch ein kleines Kind involviert war. Es wurde scheinbar auf dem Gehweg fast über den Haufen gefahren. Leider hat der Radfahrer dabei überhaupt keine Einsicht über sein Fehlverhalten gezeigt. Vermutlich ist die Schwerpunktsetzung des Interviews dieser Erfahrung geschuldet. Ich hätte aber tatsächlich nicht gedacht, dass es am Ende so einseitig wird, vor allem den Titel mit Kriegsrhetorik finde ich daneben.

Gerade was das Buch angeht, möchte ich aber nicht so polarisierend sein, denn dort sollen besonders die positiven Effekte des Radfahrens im Mittelpunkt stehen, auch wenn ich von einigen negativen Erfahrungen berichte.

Wichtig ist mir auch, dieses Gemeinschaftsgefühl darzustellen, dass ich bezüglich des Radfahrens in den letzten Jahre erleben durfte. Dazu finden sich auch einige Passagen, übrigens auch über den Volksentscheid Fahrrad.

Zu guter Letzt: Warum unterstützt du den Volksentscheid?

Der Volksentscheid Fahrrad hat ein Gemeinschaftsgefühl erzeugt und unsere Rolle als Radfahrende gestärkt. Mit Hilfe des Volksbegehrens wurde auf Probleme aufmerksam gemacht und, ja man kann es wohl jetzt schon so sagen, einen längst überfälligen Wandel herbeigeführt.

“How to survive als: Radfahrer” von Juliane Schumacher erschienen im Schwarzkopf und Schwarzkopf Verlag. Ab 1. Mai im Buchhandel erhältlich, kostet 9,99 Euro und eignet sich z.B. wunderbar als Geschenk für Menschen, die das Radfahren neu entdecken wollen.

Das RadGesetz: Macht Berlin lebenswert, schützt das Klima und die Eisbären

Ohne eine radikale Wende in der Verkehrspolitik werden wir immer öfter solche Bilder sehen. // Akuppa J. Wigham CC BY 2.0

Mit dem Klimaschutzabkommen von Paris haben sich die Regierungen dieser Welt im Dezember 2015 endlich darauf geeinigt, die Klimaerwärmung auf 1,5°C zu begrenzen, um den gefährlichen Klimawandel zu vermeiden. Nur wenige Wochen zuvor hatten sie in New York 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung beschlossen, die sie bis 2030 erreichen wollen. Neben Zielen zur Bekämpfung von Armut, Ungleichheit und dem Schutz von Wäldern und Meeren haben sich die Regierungen hierbei auch vorgenommen „Städte … inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu machen“.

Im Jahr 2016 wurde dann noch einmal nachgelegt: In einer „Neuen Urbanen Agenda“ haben sich die Regierungen darauf verständigt, dass und wie sich Städte zu lebenswerten Städten entwickeln sollen. Dazu gehört die Verpflichtung „jedem und jeder Zugang zu sicherer, alters- und gendergerechter, bezahlbarer, barrierefreier und nachhaltiger urbaner Mobilität zu gewähren“. Ist ja alles schön und gut – aber was genau hat das jetzt mit Berlin und dem Volksentscheid Fahrrad zu tun?

Klimaschutz in Berlin: Schneller Ausbau des Radverkehrs ist zentraler Hebel

Um den gefährlichen Klimawandel zu vermeiden und die Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen, darf es nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen im Jahr 2050 keine CO2 Emissionen aus fossilen Brennstoffen mehr geben. In anderen Worten bedeutet das, dass dann nirgendwo mehr ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor fahren darf, auch nicht in Berlin.

Schaut man sich heute auf den hiesigen Straßen um, wird eins klar: Dafür brauchen wir einen grundlegenden Umbau des Verkehrssystems – weg von der autogerechten Stadt und hin zu mehr Rad- und Fußverkehr, unterstützt von einem leistungsfähigeren ÖPNV. Das vom Volksentscheid Fahrrad entworfene RadGesetz ist hierfür der schnellste und günstigste Schritt.

Berlin hat nach dem Klimaschutzabkommen von Paris ein eigenes Klimaschutzprogramm verabschiedet, dessen Ziele allerdings nicht den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen. Die Emissionen im Verkehr sollen laut Klimaschutzprogramm in Berlin bis 2050 nur um 67% (also von heute etwa 1,3 t CO2 pro Person auf 0,4 t CO2 pro Person) sinken. Eigentlich müssten sie auf Null gebracht werden, um das Ziel des Klimaschutzabkommens von Paris zu erreichen. Aber selbst das 67% – Ziel und das bereits 2008 beschlossene Ziel, die Emissionen bis 2020 um 40%, also auf 0,8 t CO2 pro Person, zu senken, wird der Senat mit den bisherigen verkehrspolitischen Maßnahmen deutlich verfehlen.

Eine schnelle Umsetzung des RadGesetzes hilft diese Lücke zu schließen. Das Ziel des RadGesetzes ist es, den Radverkehrsanteil im Land Berlin bis 2025 auf 20% und langfristig auf 30% zu steigern. Mit Hilfe des CO2 Rechners der Agentur für Clevere Städte, die damit BürgermeisterInnen und Stadtverwaltungen berät, haben wir den Klimaschutzeffekt des RadGesetzes für Berlin geschätzt. Mittelfristig lassen sich damit die CO2 Emissionen um etwa 0,3 t pro Person aus dem Verkehrssektor einsparen. Das RadGesetz reicht zwar nicht allein aus, um die CO2 Emissionen in Berlin auf Null zu bringen, jedoch ist der Ausbau des Radverkehrs eine Maßnahme, die sich vergleichsweise schnell und kostengünstig umsetzen lässt. Der Ausbau des ÖPNV, der auch wichtig ist, braucht Jahrzehnte länger und ist um Milliarden teurer – gerade wenn man an den Neubau von U- und S-Bahnlinien denkt.

Ein Berlin für alle braucht das RadGesetz

Das RadGesetz ist nicht nur wichtig, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Es ist auch ein Schlüssel, um Berlin zu einer lebenswerten Stadt für alle zu machen. Verkehrspolitik war in Berlin und anderswo bisher Politik für das Auto. Dieses nimmt durch Straßen und Parkplätze unglaublich viel Stadtraum ein, der anderen Verkehrsteilnehmenden und für andere Aktivitäten nicht zur Verfügung steht.

Diese ungleiche Verteilung von Raum spiegelt nicht die eigentlichen Verhältnisse in Berlin wider: Nur 3% der Verkehrsfläche steht den RadfahrerInnen zur Verfügung, während es für AutofahrerInnen 20 mal mehr ist. Jedoch ist in Berlin ein mit anderen Großstädten vergleichbar geringer Anteil mit dem Auto unterwegs. Tatsächlich werden 83% aller Wege in der Kernstadt Berlin zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV zurückgelegt.

Ungerechterweise sind es gerade die Menschen, die sich kein Auto leisten können, die tendenziell am meisten unter dem Autoverkehr leiden. Bei steigenden Mieten sind sie gezwungen, auf Wohnungen an großen Straßen auszuweichen. Dort sind die Gesundheitsbelastungen durch Lärm und Abgase extrem hoch.

Gleichzeitig führt die Bevorzugung des Autos dazu, dass die Fortbewegungsmittel, auf die sie angewiesen sind – Fuß- und Radverkehr sowie der ÖPNV – nicht im entsprechenden Maß ausgebaut werden können. Das erschwert ihre Mobilität und verlangsamt ihre Wege von A nach B – zugunsten von vergleichsweise wenigen AutofahrerInnen.

Eine schnelle Umsetzung des RadGesetzes würde Berlin deshalb nicht nur klimafreundlicher, sondern auch zu einer gerechteren Stadt für alle machen. Es unterstützt nicht nur beim Ausbau des Radverkehrs, sondern beinhaltet auch positive Effekte für den Fußverkehr und den ÖPNV: z.B. sind Busse schneller, wenn sie sich ihre Spur nicht mehr mit Radfahrenden teilen müssen, da diese auf separaten Radwegen fahren. Wer sich auf diesen sicher fühlt, fährt nicht mehr mit dem Rad auf dem Gehweg, der dann wiederum sicheren Raum für FußgängerInnen schafft.

Das RadGesetz schlägt daher mindestens zwei Fliegen mit einer Klappe: Es hilft Berlin, seinen eigenen und damit den internationalen Klimazielen nachzukommen und macht die Stadt lebenswerter. Für alle. Auch die Eisbären freuen sich, deren Scholle nicht weiter schmilzt.

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Mehr Erfahren und Mitdiskutieren?

Am 17.02.2017 um 18Uhr veranstalten wir in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung in deren Konferenzzentrum in der Schumannstraße 8 in Berlin-Mitte, eine Podiumsdiskussion mit Jens-Holger Kirchner, Staatssekretär für Verkehr in Berlin, Susanne Henckel, Geschäftsführerin des VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, Dr. Martin Koers, Verband der Automobilindustrie und Heinrich Strößenreuther vom Volksentscheid Fahrrad. Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts, Mitglied im Club of Rome und des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) gibt einen Impulsvortrag. Moderation: Sabine Drewes (Heinrich-Böll-Stiftung) und Marion Tiemann (Volksentscheid Fahrrad).
Zum Facebook Event.

Büroteam: Sina Arndt

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Wer steckt eigentlich hinter dem Volksentscheid Fahrrad? Wer sind diese Menschen, die Radfahren in Berlin einfach nur sicher und entspannt machen wollen? Die dafür sorgen, dass die Berliner Politik sich dreht und die sich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass unser machbares RadGesetz schleunigst in Kraft gesetzt wird? An dieser Stelle möchten wir Euch einige von ihnen vorstellen. Diesmal Sina Arndt.

Sinas Engagement für den Volksentscheid Fahrrad ist eng mit ihrem Schicksal verknüpft. Anfang 2013 hatte Sina einen Unfall: Ein rechtsabbiegender Reisebus übersah Sina, die auf dem Fahrrad unterwegs war. Sie überstand den Unfall schwer verletzt.

Schwerverletzt bedeutet nicht nur „gerade noch Glück gehabt“. Nein: Das bekannte Leben, mit all den Errungenschaften, Selbstverständlichkeiten und Träumen verschwindet. Im Bruchteil einer Sekunde. Diese Millisekunden entscheiden zwischen 17 Radtoten oder 600 schwerverletzten Radfahrenden pro Jahr in Berlin, für die das Leben weitergeht – ganz anders, bewegungseingeschränkt, runtergebremst.

Zehn Jahre harte Arbeit, die sie in ihren Traumberuf in der Biochemie investiert hat – umsonst. Sport, Hobbys – vorbei. Nach über vier Jahren und zwölf Operationen wird Sina immer noch jeden Tag an diesen Unfall erinnert. Durch permanente Schmerzen und Ängste, die sie auch weiterhin begleiten werden. Sina ist für den Rest ihres Lebens schwerbehindert.

Sina ist seit Januar 2016 dabei. Sie war der Motor hinter der Unterschriftensammlung. Telefonieren, mailen, koordinieren, nachhaken, sammeln, bei Laune halten. Sina hat verschiedene Kiez-Gruppen aufgebaut; viele Ehrenamtliche kennen sie aus dem direkten Kontakt. Umso mehr wissen wir Sinas Engagement für den VEF zu schätzen, unsere Stadt für Radfahrende sicherer zu machen. Damit ihr Schicksal anderen erspart bleibt.

Deine Fördermitgliedschaft hilft Sina dabei, ihr nun anderes Leben mit dieser neuen Aufgabe besser annehmen zu können: Die Mitarbeit im Volksentscheid hat ihr bereits mehr als gut getan. Deine Spende trägt dazu bei, dass Sina sich mit aller Kraft und einer halben Stelle dafür einsetzen kann, dass wir alle in Berlin endlich sicher und entspannt Rad fahren können, ein Grundrecht in der Stadt. Wenn Du Sina dabei unterstützen möchtest, dann werde Fördermitglied oder unterstütze mit Deiner Spende.